Samstag

geschrieben am 21. Februar 2009 um 08:49

Und gleich fahr ich wieder los: Tour de Kaiserstuhl…

Jeden Samstag unterrichte ich in mehreren Vereinen am Kaiserstuhl junge Querflötisten. Meistens mach’ ich das gern, das ist weniger Job als sowas wie Berufung. Großes Wort, ja – aber Musik ist mein Leben. Ohne Musik wäre mein Leben kalt und arm. Und als Instrumentallehrerin habe ich die Möglichkeit, jungen Menschen das weiterzugeben, was Musik für mich ist. Ich kann mich an ihren Fortschritten freuen, ich kann ein bissle von meiner Einstellung zur Musik weitergeben.

Manchmal allerdings hab ich Phasen, da muss ich mich schon aufraffen, da hab ich eigentlich keine richtige Lust. Vor etwa einem Jahr hatte ich nur noch eine Schülerin und war gar nicht böse drum, ich wollte nach fast 10 Jahren ein bissle kürzertreten. Aber dann kamen 2 Anfragen fast parallel und ich kann dann auch nicht wirklich Nein sagen. Und in dem Job ist natürlich Mundpropaganda und Connections das A und O. (Ja, Geld ist es natürlich auch, das spielt auch eine Rolle).

Zur Zeit habe ich eine Schülerin, die ich als recht anstrengend empfinde. Ich muss einige Energie aufwenden, um sie die 30 Minuten “bei der Stange” zu halten. Sie hat erst vor kurzem angefangen und ich hoffe, dass sich das mit der Zeit gibt. Glücklicherweise ist sie die letzte im Samstagsreigen und danach fahre ich nach Hause.

Ich genieße auch die Fahrzeit, ich fahre eine ziemliche Strecke. Meine Musik an, allein im Auto – Zeit, um Gedanken schweifen zu lassen. Zeit für mich…

Es gibt natürlich auch Schüler, die phasenweise sehr anstrengend sind, die nicht üben – klar… War bei mir genauso 😉

Aber es gibt auch Schüler – und eine solche unterrichte ich seit 4, 5 Jahren – für die die Musik offensichtlich ähnlich wichtig ist wie für mich. Und DAS ist natürlich eine tolle, spannende Arbeit. Und darauf freue ich mich dann immer wieder.

(Allerdings bin ich auch ganz froh, wenn meine “Kleinen” irgendwann mal ein gewisses Level erreicht haben. So spannend die Arbeit mit Anfängern ist – ich mag es eigentlich lieber, wenn sie schon eine Zeitlang spielen. Da “geht” einfach mehr. Ich empfinde es als *hm* ergiebiger, wenn man schon auf gemeinsamer Linie spielen kann, nicht mehr überwiegend “ich Lehrer – Du Schüler”.)

Also, auf geht’s!

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