Musikalische Gedanken

geschrieben am 5. Mai 2009 um 15:59

Schon seit ein paar Tagen schwirrt mir eine Überlegung – besser eigentlich eine Frage musikalischer Art im Kopf rum…

Die großen alten Konzertmärsche, also z.B. Hoch Heidecksburg, In Treue Fest, Jubelklänge, Mars der Medici, Graaf Zeppelin usw., sind immer in Tonarten mit relativ vielen Vorzeichen geschrieben. Gern in klingend Des-Dur, ab Trio dann Ges-Dur.

Aber warum ist das so? Klingend Ges-Dur einen halben Ton höher wäre G-Dur und wesentlich spielfreundlicher. Einen halben Ton runter wären wir bei F-Dur und somit spielfreundlicher UND blasorchesterkompatibel. Warum sind gerade diese Märsche in relativ „schwierigen“ Tonarten geschrieben?

Sind die Komponisten wirklich hingegangen und haben „höher, schneller, weiter“ komponiert? Oder müsste man eher umgekehrt fragen: sind diese Märsche gerade deshalb als Konzertmärsche etabliert, WEIL sie nicht so einfach zu spielen sind wie irgendein Straßenmarsch?

Und das bringt mich dann auch gleich zur nächsten Frage: wir Querflöten haben im Orchester ja (zusammen mit den Posaunen) immer die meisten Vorzeichen (und zwar b), da wir uns den übrigen Instrumenten (überwiegend in B, zum Teil auch in Es und F gestimmt) anpassen. So weit, so gut – und das hat vermutlich historische Gründe.

Aber weshalb werden Trompeten, Klarinetten denn überhaupt in B gebaut? Es gibt ja sowohl C-Trompeten als auch -Klarinetten. Saxophone sind ja eher junge Instrumente – die hätte man auch „anpassen“ können.

In der klassischen Literatur sind viel eher Kreuztonarten zu finden – nur in der Blasorchesterliteratur bzw. in entsprechenden Bearbeitungen herrschen B-Tonarten vor. Wir Flöten spielen locker (ok, mehr oder weniger 😉 ) bis zu 6b, haben seltenst vorgezeichnete C-Dur oder sogar Kreuztonarten, höchstens mal so ein paar Zeilen G-Dur. Die B-Instrumente haben dementsprechend 2b weniger (oder 2 Kreuz mehr), die Es-Instrumente 3b weniger (oder 3 Kreuz mehr) und die F-Instrumente haben 1b weniger (oder eben 1 Kreuz mehr).

Praktisch: wenn flöte 4b (As-Dur) hat, hat trompete, klarinette, tenorhorn usw. 2b (B-Dur), altsax hat 1b (F-Dur) und horn hat 3b (Es-Dur).

Wie kam diese b-Lastigkeit im Blasorchester zustande?

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  1. kichererbsle meint:

    wir mögen halt keine friedhöfe 😀
    aber das hab ich mir vor kurzem auch mal überlegt, und niemand weiß eine gescheite antwort…

    grüßle!

  2. kichererbsle meint:

    wir mögen halt keine friedhöfe 😀
    aber das hab ich mir vor kurzem auch mal überlegt, und niemand weiß eine gescheite antwort…

    grüßle!

  3. Kat meint:

    Oh man, so ein bisschen hat mir das schon mal jemand erklärt. Aber ich hab’s wieder vergessen. 🙁

    Aber generell finde ich es schon gut, dass du die vielen Vorzeichen spielen musst und nicht ich, du machst das viel besser. 😉

    Und ganz schnell weg, Kat

  4. Kat meint:

    Oh man, so ein bisschen hat mir das schon mal jemand erklärt. Aber ich hab’s wieder vergessen. 🙁

    Aber generell finde ich es schon gut, dass du die vielen Vorzeichen spielen musst und nicht ich, du machst das viel besser. 😉

    Und ganz schnell weg, Kat

  5. ineli meint:

    huhu Du,

    wenn Du Lust hast, HOCH zur HEIDECKSBURG zu gucken, komm mich besuchen, die ist nämlich nur um die Ecke ;o)

    Liebe Grüße an Dich,
    ineli

  6. grainnee meint:

    Nein! Die Heidecksburg ist bei Dir in der Nähe? Ich kannte nur den (wunderschönen) Marsch, hab mir noch nie Gedanken gemacht, wo diese Burg eigentlich ist :o)

  7. ineli meint:

    huhu Du,

    wenn Du Lust hast, HOCH zur HEIDECKSBURG zu gucken, komm mich besuchen, die ist nämlich nur um die Ecke ;o)

    Liebe Grüße an Dich,
    ineli

  8. grainnee meint:

    Nein! Die Heidecksburg ist bei Dir in der Nähe? Ich kannte nur den (wunderschönen) Marsch, hab mir noch nie Gedanken gemacht, wo diese Burg eigentlich ist :o)

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